Schluss mit dem Abwasch im Ferienhaus: der Einwegteller, der in die Natur zurückkehrt

Statt Geschirrbergen nach dem vollen Tisch im Ferienhaus: ein Naturteller, den man benutzt und der Natur zurückgibt. Wie der Urlaub leichter wird — ohne Plastik.

Im Sommer füllen sich die Ferienhäuser. Das Frühstück zieht sich bis zum Mittag, das Mittagessen bis zum Nachmittagstee, und nach jeder Mahlzeit wächst der Geschirrberg in der Spüle — der unbeliebteste Teil jedes Urlaubs. In den meisten Familien ist die Lösung klar: Plastikteller. Schnell, billig, kein Abwasch. Doch der Teller, der nach dem Essen im Müll landet, wird zu Abfall, der jahrhundertelang in der Natur bleibt.

Der Komfort des Plastiks, die Kosten der Natur

Einwegplastik macht den größten Teil des Mülls an den türkischen Küsten aus. In Ferienregionen steigt das Abfallvolumen im Sommer auf das Drei- bis Vierfache, und der Großteil davon ist nicht recycelbares, mit Essensresten verschmutztes Plastik. Wer dem Abwasch entkommt, hinterlässt eine Last, die ins Meer, in den Boden und schließlich wieder auf unseren Tisch zurückkehrt.

Was macht den Naturteller anders?

Biogranul-Teller werden aus landwirtschaftlichen Abfällen wie Haselnussschalen, Mandelschalen und Maiskolben hergestellt. Die Abfälle werden gereinigt, gemahlen und mit der natürlichen Struktur des Materials geformt — ohne chemische Bindemittel. Das Ergebnis: ein plastikfreier Teller, lebensmittelecht und für warme wie kalte Speisen geeignet.

Der eigentliche Unterschied zeigt sich nach dem Essen. Der Teller kommt in den Kompostbehälter, auf die Gartenerde oder in den Biomüll — mehr braucht es nicht. Aus dem Material der Natur gemacht, kehrt er in die Natur zurück; zurück bleibt Erde, kein Mikroplastik.

Um dem Abwasch zu entkommen, muss man sich nicht bei der Natur verschulden.

Praktische Tipps für das Ferienhaus

  • Für das Frühstück kleine Teller und Schalen, für Hauptmahlzeiten große Teller bereithalten; eine Größe passt nicht zu jedem Tisch.
  • Neben dem Tisch einen einzigen Biomüll-Eimer aufstellen; Teller, Essensreste und Servietten kommen zusammen hinein, kein Sortieren nötig.
  • An Picknick- und Strandtagen die Teller in Papiertüten transportieren und so auch Plastiktüten sparen.
  • Wer im Garten kompostiert, sollte gebrauchte Teller in kleine Stücke brechen; das beschleunigt die Zersetzung.

Die Rechnung einer Sommersaison

Angenommen, eine vierköpfige Familie benutzt in zwei Ferienmonaten durchschnittlich zwölf Teller am Tag: Das sind am Ende der Saison rund siebenhundert Teller. Mit Plastik bedeutet das siebenhundert Abfallteile, die Jahrhunderte überdauern. Mit Naturtellern ist dieselbe Menge bis zum nächsten Sommer zu Erde geworden. Gleicher Komfort, völlig andere Spuren.

Der natürliche Kraftton harmoniert mühelos mit Holztisch, Leinentuch und Weidenkorb; der Sommertisch braucht keine zusätzliche Dekoration. Ihre Gäste spüren die Wärme eines natürlichen Materials statt der Berührung von Plastik. Und wenn der Urlaub endet, bleiben weder Geschirr zum Spülen noch Müll für ein Jahrhundert zurück.

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